Café Amtshaus eröffnet

Volles Haus herrschte bei der Eröffnung

Pfarrer Thomas Winter und Pfarrerin Anita Nowak-Neubert segneten die neuen Räumlichkeiten

Ortsbürgermeister Thomas Barth überreichte ein "historisches" Bild an die Betreiber des Demenzcafés

Die Gemeinde ist stolz und dankbar für die vielen ehrenamtlichen Helfer/innen. (Fotos: H. Müller, GFA)


Unter großem Interesse wurde am Freitag, 3. März, das Café Amtshaus der Öffentlichkeit vorgestellt und offiziell eingeweiht. Ortsbürgermeister Thomas Barth begrüßte dazu die zahlreich erschienenen Gäste und stellte das Projekt, das nach 2-jähriger Bauzeit kurz vor seiner Vollendung steht, vor.
Er dankte allen Baubeteiligten, besonders denjenigen, die sich ehrenamtlich engagiert hatten, so u.a. den ASSEN oder dem ehemaligen 1. Beigeordneten Kurt Zaun, der für den Einbau der Teeküche verantwortlich zeichnete, ebenso wie Altbürgermeister Hermann Müller, der die Lüftungsplanung übernommen hatte. Architekt Reinhold Gallé und Baubeigeordneter Wolfgang Ruf zeigten sich ebenfalls sehr zufrieden mit dem Ergebnis der intensiven Bauphase. „Auch wenn an der einen oder anderen Stelle noch kleinere handwerkliche Arbeiten zu vollenden sind – am 21.03. kann das Café starten.“, so Thomas Barth zuversichtlich.
Christoph Loré, Leiter der Gemeinnützigen Gesellschaft für ambulante und stationäre Altenhilfe (GFA), die auch die Seniorenresidenz in Nieder-Olm betreibt, zeigt sich erfreut darüber, dass hier in Kooperation mit der Ortsgemeinde ein neues zukunftsweisendes Projekt auf den Weg gebracht wurde: „Die Menschen wollen immer länger in ihrer gewohnten Umgebung leben, auch wenn sie dement oder pflegebedürftig sind. Wenn dann die Angehörigen einmal Zeit für eigene Besorgungen brauchen, bietet dieser Treffpunkt einen weiteren Baustein dafür, dass die Menschen auch solange wie möglich zuhause leben können.“ Er stellte die 10 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor, die gemeinsam mit der GFA-Mitarbeiterin Nadine Korb unter der Leitung von Reiner Wissel dieses Café anbieten und sich um die Kunden kümmern werden, was zunächst klein beginnt und dienstags von 14.00 bis 18.00 Uhr angeboten wird.
Pfarrerin Anita Nowak-Neubert und Pfarrer Thomas Winter weihten dann die Räume ein, indem sie sie segneten und als Erinnerung eine kleine Kerze überreichten.
Ortsbürgermeister Barth ging auf das weitere Raumkonzept ein: „Nicht nur für das Demenzcafé, auch anderen Vereinen oder Gruppen steht der Raum zur Verfügung. Der Stadecken-Elsheimer Generationenkreis (SEGen) hat bereits sein Interesse angekündigt, was wir ebenso unterstützen wie die Initiative unseres Ratsmitglieds Heidi Burkhart, die individuelle Beratung zum Thema „Patientenverfügung“ anbieten wird. Neben dem großen Raum gibt es einen kleinen Raum, der für eine Krabbelgruppe zur Verfügung steht. Somit haben wir Alt und Jung bei- und nebeneinander – genauso, wie es in diesem Mehrgenerationenhaus auch sein soll“, so Thomas Barth abschließend.
Als Kostenzuschüsse nannte er 185.000 EUR durch die Dorferneuerung, 3.000 EUR vom Demografieförderprogramm des Landkreises Mainz-Bingen, aber auch die 1.000 EUR-Spende von  SEGen für das Mobiliar ließ er nicht unerwähnt. „Das Angebot soll wieder Leben in ein Haus bringen, mit dem die Alteingesessenen ohnehin ihre Kindheit oder Jugend verbinden, etwa weil diese Räumlichkeiten früher Schule und Kindergarten waren.“ Statt eines Schlüssels überreichte er Herrn Loré ein Bild, das sie zahlreichen Anwesenden sofort erkannten: eine Kopie des Gemäldes „Tanzende Kinder“ von Hans Thoma, das ab 1943 im hier untergebrachten Kindergarten hing. Die Anwesenden waren begeistert von der großzügigen und hellen Raumgestaltung. Der gesamte Erdgeschossbereich ist barrierefrei realisiert und verfügt über ebenerdige Sanitäranlagen, die auch für Pflegemaßnahmen genutzt werden können.