Stadecken-Elsheim auf Platz 1 seiner Klasse beim ADFC-Bundestest!

Ortsbürgermeister Thomas Barth kann auf seine Stadecken-Elsheimer Radfahrer/innen stolz sein, denn der ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club) gab am 09.04.19 in Berlin und 11.04.19 in Mainz die Ergebnisse der bundesweiten Umfrage bekannt. Der wissenschaftlich begleitete ADFC Fahrradklimatest fand vom 01.09. bis 30.11.18 statt und wird alle zwei Jahre durchgeführt. Er ist das Kundenbarometer für den Radverkehr in den Städten und Gemeinden. Macht Fahrradfahren Spaß? Sind die Fahrradwege breit genug? Denn nur zufriedene Biker steigen z.B. zum Pendeln vom Auto auf das Fahrrad um. Damit könnte der weitere Ausbau des Radverkehrs in unserer Region auch einen positiven Beitrag zur Reduzierung der Autopendlerströme beitragen. Denn Radfahren ist nicht nur gesund, sondern trägt auch positiv zum Klimaschutz bei und macht zudem Spaß. In der Regel sind alle Fahrten unter 5 km mit dem Fahrrad anstatt mit dem Auto schneller zu bewältigen. Somit könnte ein weiterer Ausbau des Radverkehrs auch innerorts die Parkplatzprobleme reduzieren und einen positiven Beitrag zum Umweltschutz beitragen.
In Rheinland-Pfalz wurde diese Erkenntnis bisher nur in wenigen Gemeinden, wie z.B. im nahen Ingelheim erkannt. Ingelheim erreicht die Note 2,71 und ist damit mit Abstand in Rheinland-Pfalz auf Platz 1. Dieses gute Ergebnis ist übrigens auch ohne großen Einsatz von Geld möglich, bemerkt STADTRADELN-Koordinierungsbeauftragter Ulrich Reussner, denn dass es geht, haben uns bereits auch andere kleinere Gemeinden, wie z.B. Reken (Note 1,97) in NRW gezeigt. Dort hat der Radverkehr jedoch einen höheren Stellenwert. In NRW gibt es bereits das „Zukunftsnetzwerk Mobilität NRW“, welches flächendeckend die Gemeinden für den Ausbau von nachhaltiger Mobilität mit Ausbau des ÖPNV und Radverkehr unterstützt.
Die Landesregierung sollte endlich das wichtige Thema Mobilität noch dringlicher vorantreiben und flächendeckend Konzepte entwickeln, ist sich Reussner sicher. Denn dafür werden auch mehr Mittel und Personalressourcen zur Förderung des Radverkehrs benötigt. „In Rheinland-Pfalz gibt es bisher kein flächendeckendes zufriedenstellendes Mobilitätskonzept für eine nachhaltige Mobilität mit Radverkehr und den Klimaschutz“, stellt auch Thomas Barth fest, der seit Jahren – wie auch seine Vorgänger – für den Bau des Radwegs von Elsheim nach Mainz als Ortsbürgermeister und Landtagsabgeordneter kämpft.
Doch zurück zum ADFC Fahrradklimatest in Rheinland-Pfalz. Dort kamen neben Mainz, Kaiserslautern, Trier noch 15 weitere Städte- und Gemeinden in die Wertung. Bundesweit nahmen 683 Gemeinden und Städte an der Umfrage teil. Stadecken-Elsheim hat es bereits 2016 geschafft in die Wertung zu kommen, da mindestens 50 Radfahrer/innen an der Umfrage teilnehmen müssen. Stadecken-Elsheim wurde 2018 von den Teilnehmer/innen mit der Schulnote 3,48 bewertet und hat sich deshalb im Vergleich zur 2016 durchgeführten Befragung (damals Note 3,34) etwas verschlechtert. Die Auswertung der teilnehmenden Radfahrer/innen aus Stadecken-Elsheim zeigt, dass der fehlende Radweg nach Mainz als häufigster Punkt in der Negativbilanz genannt wurde und somit sicherlich zur Notenverschlechterung beigetragen hat.
Stadecken-Elsheim ist auf jeden Fall auf dem richtigen Weg, denn dort findet wieder vom 07. bis zum 27. September 2019 die Aktion STADTRADELN statt. „Mit dieser Aktion zur Förderung des Radverkehrs, mehr Lebensqualität und Klimaschutz hat schließlich Stadecken-Elsheim 2018 rheinland-pfalzweit Platz 1 in der Kategorie „meiste Kilometer pro Einwohner“ erreicht und damit sogar die Fahrradstadt Ingelheim überholt!“, stellt Ortsbürgermeister Barth zufrieden fest.
Weitere Informationen zu den Ergebnissen des ADFC Fahrradklimatest finden Sie auch unter
https://www.adfc.de/dossier/dossier-zum-fahrradklima-test-2018/