Planungen des Radwegs entlang der L426 nach Mainz gehen in die nächste Phase

Am Montag, 09.03., trafen sich die Ortsbürgermeister von Essenheim, Winfried Schnurbus, von Stadecken-Elsheim, MdL Thomas Barth, und die 1. Beigeordnete von Ober-Olm, Yvonne Wassermann sowie die zuständige Beigeordnete Britta Pajonk-Werner mit Vertretern der örtlichen Landwirtschaft beim Landesbetrieb Mobilität in Worms (LBM)  zur Vorabstimmung des weiteren Planverfahrens des Radwegs von Stadecken-Elsheim nach Mainz-Lerchenberg. 
Die Baumaßnahme ist in zwei Bauabschnitten geplant, nämlich zunächst von Elsheim bis zum Ortseingang Essenheim, und anschließend von Essenheim bis zum Forsthaus Ober-Olm. Die Trassenführung ist so gewählt, dass in Elsheim beginnend an der Verlängerung der Straße „An der Steig“ südlich der Landesstraße L 426 der Weg bis nach Essenheim geführt wird, dort in die Ortslage über die Elsheimer Straße, Schwabenheimer Weg bis zur Unterführung Wackernheimer Straße verläuft, wo der Radweg dann die Landesstraße auf der nördlichen bis zum Forsthaus Ober-Olm begleitet.
Im Gespräch mit der Landwirtschaft wurden die geplanten Trassen genauestens unter die Lupe genommen und zahlreiche Hinweise herausgearbeitet, die nun in die nächsten Planungsschritte eingearbeitet werden sollen. So wurde zum einen die Breite des Radwegs auf 3 Meter festgelegt. Zum anderen soll, um gefährliche Begegnungssituationen v.a. im Bereich zwischen Elsheim und Essenheim zu gewährleisten, neben dem befestigten Radweg ein 7 Meter breiter unbefestigter Wendeweg für die landwirtschaftlichen Fahrzeuge hergestellt werden. „Das ist wichtig, damit die aus dem Wingertsreihen ausfahrenden Schlepper den Radfahrern nicht zu nahe kommen und dadurch lebensgefährliche Begegnungssituation entstehen können.“, so Timo Eppelmann und Axel Braunewell, Vertreter der Landwirtschaft aus Stadecken-Elsheim und Essenheim. Ebenso wurden für diese Trasse die bereits aus der Bürgerschaft vorgetragenen alternativen Routen nördlich der L 426 und am Effengraben entlang ausgiebig diskutiert. Die nördliche entfällt wegen der schwierigen Anbindung an den Ort, der Weg entlang des Effengrabens würde durch unberührte Natur führen. Die Ortsgemeinde Essenheim machte deutlich, dass die derzeitige Führung hinter dem Ortseingang der Gemeinde nicht optimal sei: „Die Kreuzung Römerberg / Elsheimer Straße ist jetzt bereits keine einfache Stelle. Sie zusätzlich mit Fahrradquerungsverkehr zu belasten, macht sie höchstgefährlich.“, so Essenheims Ortsbürgermeister Winfried Schnurbus. „Ich verlange hier eine sichere Lösung.“ Der LBM hat die Vorlage eines entsprechenden Konzepts zugesagt.
Der LBM hatte noch vor Weihnachten 2019 alle Eigentümer entlang der Straße angeschrieben und auf notwendigen Flächenerwerb im Zuge des Neubaus hingewiesen. V.a. im Bereich Elsheim, wo relativ viele Flächen erworben werden müssen, sagten Ortsbürgermeister Thomas Barth und der Vorsitzende des örtlichen Bauern- und Winzervereins Timo Eppelmann dem LBM zu, bei besonders kritischen Stellen nach gemeinsamen und einvernehmlichen Lösungen mit den Eigentümern zu suchen. Ergänzend haben der LBM und Stadecken-Elsheims Ortsbürgermeister Thomas Barth, der das Thema „Radweg nach Mainz“ auch in seiner Tätigkeit als Landtagsabgeordneter aktiv begleitet, eine Eigentümerversammlung vorgeschlagen, an der auch die dann aktualisierte Planung vorgestellt werden soll. Diese Versammlung für den 1. Bauabschnitt wird voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte stattfinden.
Die Vertreter der Ortsgemeinden zeigen sich sehr zufrieden über das Treffen: „Es ist wichtig, die Landwirtschaft so früh wie möglich ins Boot zu holen. Dass wir gemeinsam somit auf die Planung einwirken können, ist sehr gut und erhöht auch später die Akzeptanz des Radwegs.“, so die Ortsbürgermeister und Beigeordneten. Die Vertreter der Landwirtschaft ergänzten: „Wir stehen grundsätzlich zu dem Radweg. An uns soll er nicht scheitern.“
Als nächsten Schritt wird der LBM die nun vorgeschlagenen Punkte in die Planung einarbeiten, damit das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden kann. Wann mit dem Baubeginn zu rechnen ist, kann der LBM derzeit nicht konkretisieren. Allgemein wird bis zur Schaffung des Baurechts von 3-4 Jahren ausgegangen. Dabei ist zu sicherlich überlegen, mit dem konkreten Bau des Radwegs von Ost nach West, d.h. mit der Kreuzung am Ober-Olmer Forsthaus beginnend, vorzugehen, denn dadurch kann die Anbindung an das bestehende Radwegenetz der Stadt Mainz früher erfolgen.

10.03.2020