Pressemitteilung der Ortsgemeinde zum Vereinsheim

„Über das in den Raum gestellte Bürgerbegehren sind wir nicht glücklich“, fasst Ortsbürgermeister Thomas Barth die Stimmungslage der Beigeordneten und Fraktionsvorsitzenden des Gemeinderats Stadecken-Elsheim zusammen. „Auch wenn es sich hierbei um ein legitimes Vorgehen handelt, hätten wir uns gewünscht, vorher das Gespräch mit uns zu suchen, zumal der Gemeinderat bei seinem Beschluss über den Abriss des alten Vereinsheims sehr deutlich gemacht hat, die Wünsche der TSVgg umzusetzen.“ Und daran wird derzeit von Planerseite aus gearbeitet.
Dennoch stellt die Ortsgemeinde klar, dass das Bürgerbegehren auf Fakten basieren muss. „Insofern ist die Darstellung, dass 50 m² Lagerfläche für die Fußballer ursprünglich vorgesehen waren, wie in der Berichterstattung der AZ vom 14.09. nachzulesen war, nicht korrekt. Die TSVgg hat in ihrem Raumkonzept als Lagerfläche für den Fußball 20-25 m² angegeben.“ Dass die Lagerflächen im Zuge der Planung insgesamt reduziert worden sind, ist Ergebnis der Beratungen im entsprechenden Arbeitskreis. Die TSVgg hat dieser Planung letztlich zugestimmt. Auch die Terrasse wird wie gewünscht umgesetzt: „Das Gegenteil zu behaupten ist falsch, sie ist auf dem genehmigten Außenanlagenplan deutlich zu sehen. Ich trete entschieden dem Eindruck entgegen, die Ortsgemeinde habe falsch geplant. Denn auch die Idee mit der Außenbewirtschaftung ist erstmals Ende März 2020 durch die TSVgg ins Spiel gebracht worden, also nach der vollendeten Planung.“, stellt der Ortsbürgermeister klar. Insofern stellt sich die Frage, warum diese Ideen nicht von Anfang an seitens der TSVgg in die Planung eingebracht worden sind. Ungeachtet dessen steht die Ortsgemeinde zu ihrem Wort, die erforderliche Fläche bereitzustellen und zu realisieren.
Darüber hinaus macht der Ortsbürgermeister deutlich, dass im Keller des Neubaus durchaus noch Lagerkapazitäten zur Verfügung stehen. Die Gemeindeverwaltung und Fraktionsvorsitzenden geben abschließend zu bedenken, dass das erfolgreiche Bürgerbegehren dazu führen wird, dass das alte Vereinsheim nicht abgerissen wird. „Dies wird sicherlich zu einer Einstellung des Neubaus führen.“, ist man sich einig. Das kann aber nicht im Interesse von Ortsgemeinde und TSVgg sein. Über die Auffassungen der Gemeinde wurde der Vereinsvorsitzende durch den Bürgermeister in einem persönlichen Gespräch informiert. Schlussendlich gibt sich Thomas Barth optimistisch: „Ich bin guter Dinge, dass wir im Hinblick auf die nachträglichen Wünsche der TSVgg eine tragfähige Lösung finden werden, die das geplante Bürgerbegehren abwenden lässt."

24.09.2020