Botanische Besonderheiten am Wegesrand entdeckt

20 Interessierte trafen sich am Freitag, den 25.Mai, bei strahlendem Wetter an der Stadecker Warte um unter Leitung des Biotopbetreuers des Landkreises, Herrn Hans-Jürgen Dechent und Thomas Arnold von der Unteren Naturschutzbehörde botanische Besonderheiten am Wegesrand zu entdecken.
Die Teilnehmer konnten anschaulich nachvollziehen, wieviel sich mit fachkundigem Blick an der Pflanzenwelt ablesen lässt. So schlug Herr Dechent den Bogen von der Entstehung des Rheinhessischen Tafel- und Hügellandes über den Einfluss der Eiszeiten auf die Botanik bis zum heutigen Pflanzenkleid, welches in erster Linie durch die Tätigkeit des Menschen geprägt ist.
Typische Blütenpflanzen aus einer Rebzeilenbegrünung wurden ebenso vorgestellt wie Raritäten in einem Magerrasen in der Nähe der neuen Schutzhütte. Dort gab es den Deutschen Alant zu sehen, eine früher häufigere Art der mageren Wiesen und Weiden. Schafgarbe, Hornklee und Kantenlauch konnten auch entdeckt werden. Zum Beweis, dass es sich hier um ein besonderes Stückchen Natur handelt, gab es auch aus dem Tierreich Besonderheiten zu beobachten: Schmetterlingsraupen an Brennnesseln, ein Schwalbenschwanz, der von Blüte zu Blüte segelte und in der Ferne waren Türkentaube, Goldammer und Kuckuck an ihren typischen Rufen zu hören.
Die Gemeindeverwaltung mit Ortsbürgermeister Thomas Barth an der Spitze hatte bereits zum zweiten Mal zu der abwechslungsreichen Exkursion eingeladen. Bei einem Blick auf das Selztal, den renaturierten Jugenheimer Graben und den Saubach erntete er viel Zuspruch für den Vorschlag, diese Bereiche als Ziele für die nächsten naturkundlichen Exkursionen der Ortsgemeinde auszuwählen.
Text u. Foto: Thomas Arnold